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Tag 63. Gubbio → Valfabbrica [30 km]

Wir begannen den Tag um sechs Uhr mit einer Eucharistiefeier in der Kapelle. Pfarrer Mariusz Wilk ging in seiner Betrachtung des Wortes Gottes auf die Treue ein und darauf, wer eigentlich ein Diener Christi ist.

Als wir Gubbio verließen, konnten wir natürlich nicht einfach am Wolf vorbeigehen. Genau hier soll der heilige Franziskus der Überlieferung zufolge einem Wolf begegnet sein, der die Einwohner der Stadt lange Zeit terrorisiert hatte. Heute steht an der Stelle dieser Begegnung ein Denkmal, das an die außergewöhnliche Geschichte des Heiligen erinnert, der, anstatt gegen den Wolf zu kämpfen, beschloss, sich mit ihm anzufreunden.

Vor uns lagen 30 Kilometer, deshalb beschlossen wir, noch einen Kaffee zu trinken und uns erst danach auf den Weg zu machen.

Die Strecke erwies sich als äußerst abwechslungsreich. Mal Asphalt, mal Berge, und kurz darauf Wald und dichtes Gestrüpp. Wir rutschten die Hügel hinunter, sprangen über Hindernisse und legten eine Etappe nach der anderen zurück, sodass heute so mancher Schweißtropfen und sogar Blut auf den Boden fiel. Glücklicherweise warteten nach jedem schwierigeren Abschnitt ein wunderschöner Aussichtspunkt und die Wärme der italienischen Sonne auf uns.

Jeder erreichte Valfabbrika in seinem eigenen Tempo. Ohne Eile, ohne Wettlauf – einfach Schritt für Schritt, bis wir schließlich alle dort ankamen.

Am Abend erwartete uns ein köstliches Abendessen und damit eine ganz andere Art italienischer Landschaft: Kinderrufe, Gespräche und ununterbrochenes Fußballspielen.

Es sieht so aus, als würden wir morgen unser Spiel beenden.
Bis nach Assisi ist es nun wirklich nicht mehr weit.