Heute ist der vierte Tag (der zweiten Woche) unserer Pilgerreise, und das bedeutet, dass wir die Hälfte des Weges hinter uns haben. Dass „die Ernte groß, aber die Arbeiter wenige“ sind, haben uns heute die weitläufigen Getreidefelder vor Augen geführt, an denen wir unterwegs immer wieder vorbeikamen. Und noch mehr die Geschichten, die wir an unseren Übernachtungsorten gehört haben. Von einem Priester, der, obwohl er bereits im Ruhestand ist, neun Pfarreien seelsorgerisch betreut... Über eine Pfarrgemeinde, die – obwohl sie unendlich dankbar ist, einen Priester zu haben – sich nicht mehr daran erinnert, wann sie zuletzt einen Priester aus ihrem eigenen Land bei sich hatte (derzeit ist der Pfarrer ein Priester aus dem Kongo, zuvor war es einer aus Indien, und vor ihm war lange Zeit ein Priester aus Polen im Amt). Das spornt uns noch mehr an, für Berufungen zu beten, auch für die Ortskirche, für dieses Land, durch das wir pilgern...
Unterwegs trafen wir wieder Menschen, die uns eine Mitfahrgelegenheit anboten oder einfach fragten, wer wir seien und was unsere Wanderung bedeute. Wir luden sie ein, gemeinsam mit uns für Berufungen zu beten, und verschenkten Pilgerbildchen. Um das Mittagessen unterwegs kümmerten sich heute unsere Schwestern. 🌭😁 Die Brüder hingegen kümmerten sich mit großem Engagement um das Frühstück und das Abendessen, wenn wir diese selbst zubereiteten. 🙂
Nach einem intensiven, aber schönen Tag erreichten wir St. Martin im Innkreis, wo uns der örtliche Pfarrer, der aus Indien stammende Pater Jophy Francis, äußerst gastfreundlich empfing. Er lud uns nicht nur zum Abendessen ein, sondern ermöglichte uns auch... das Spiel Argentinien gegen England anzuschauen, was für Fußballfans, die die diesjährige Weltmeisterschaft verfolgen, ein echtes Highlight war. 😃 Wir lassen den Tag mit Dankbarkeit und der Hoffnung auf viele schöne und gute Erlebnisse auch in der zweiten Hälfte unserer Pilgerreise ausklingen.

















