In dem Haus, in dem der heilige Stanislaus Kostka wohnte
Der Auftakt der Wallfahrt fand in der Kapelle des heiligen Stanislaus Kostka in der Kurrentgasse 2 statt, in dem Haus, in dem der Heilige während seines Aufenthalts in Wien wohnte. Die Wallfahrer wurden vom Wiener Erzbischof Josef Grünwidl gesegnet.
„Ich freue mich sehr, dass wir die Pilgerreise in der Kapelle des Hauses begonnen haben, in dem der heilige Stanislaus Kostka wohnte. Dieser Ort ist außerordentlich schön und zugleich noch wenig bekannt. Umso mehr lohnt es sich, ihn als wichtigen Station auf dem Weg des Heiligen nach Rom zu entdecken“ – betonte Bischof Stułkowski.
Anschließend wurde in der Kirche der Neun Engelschöre am Am Hof eine Heilige Messe gefeiert, die der Bischof von Płock leitete. Die Eucharistiefeier wurde unter anderem vom Metropoliten von Katowice, Erzbischof Andrzej Przybylski, der Weihbischof der Erzdiözese Katowice, Grzegorz Olszowski, Priester der Diözese Płock sowie polnische Priester, die im Alltag in Wien tätig sind.
Zur Eröffnung waren auch eine Busgruppe von Pilgern aus Płock sowie eine 50-köpfige Gruppe von Jugendlichen angereist, die gerade Exerzitien in den Beskiden absolvierten. „Sie sind extra nach Wien gekommen, um an der Heiligen Messe zum Auftakt der Pilgerreise teilzunehmen“, berichtete der Diözesanbischof von Płock.
Auf den Spuren des Heiligen aus Rostków
Die erste Etappe der Pilgerreise unternahm eine Gruppe aus der Diözese Płock. Auf den Weg machten sich Pfarrer Adam Gnyp aus Ciechanów und Pfarrer Maciej Szostak aus Drobin zusammen mit Pilgern aus Ciechanów, Drobin und Płock.
„Der erste Tag ist kurz. Es sind nur 16 Kilometer – eine Etappe zum Aufwärmen vor den kommenden Wochen auf dem Weg“, sagte Bischof Stułkowski mit einem Lächeln.
Die Pilgerreise findet im Staffelsystem statt. Die einzelnen Abschnitte der Route werden von wechselnden Teilnehmergruppen zurückgelegt, die so eine einzige Gemeinschaft des Gebets und des Weges bilden. Begleitet werden sie von einem Reliquienkoffer mit Reliquien des heiligen Stanisław Kostka und des heiligen Carlo Acutis.
Gebet um neue Berufungen
Die Jubiläumswallfahrt, die anlässlich des 300. Jahrestags der Heiligsprechung von Stanisław Kostka organisiert wird, ist in erster Linie ein Gebet um neue und heilige Berufungen zum Dienst in der Kirche.
Der Bischof von Płock ruft dazu auf, sich geistlich an diesem Werk zu beteiligen. „Ich lade alle ein, die Website der Pilgerreise zu besuchen und unter der Rubrik ‚Gebet‘ virtuelle Gebetsflammen zu entzünden. Das ist eine einfache Geste, aber eine sehr wichtige, denn gerade das Gebet um neue Berufungen ist die Hauptabsicht dieser ganzen Veranstaltung“, sagte er gegenüber Vatican News.
Auf der Website kostka300.pl werden Berichte von der Route, Zeugnisse sowie Informationen zu den nächsten Etappen der Pilgerreise veröffentlicht. Dort ist auch eine App verfügbar, mit der man sich dem Gebet für Berufungen anschließen kann.
Mit päpstlichem Segen
Zur Erinnerung: Die Pilgerreise hat den Segen des Heiligen Vaters erhalten. Während der Audienz am 27. Mai ließ sich Leo XIV. über die Idee des Vorhabens informieren, segnete den Reliquienkoffer, der die Pilger begleitet, und entzündete die erste virtuelle Gebetsflamme für Berufungen.
Die Jubiläumswallfahrt ist eines der wichtigsten Ereignisse im Rahmen der Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag der Heiligsprechung des heiligen Stanisław Kostka, der im Dezember dieses Jahres begangen wird. Sie verbindet die Erinnerung an den Schutzpatron der Jugend mit dem Gebet für diejenigen, die heute ihre Lebensberufung erkunden.
Pater Łukasz Bankowski – Vatikan

