Die Morgenmesse in der St.-Oswald-Kirche in Mules leitete unseren nächsten Pilgertag ein.
Die heutige Wanderung durch das Eisack-Isarco-Tal erinnerte an den Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer. Beim Gehen fühlten wir uns heute ein wenig wie Moses. Er hatte zu seiner Linken und zu seiner Rechten die Wasserwände des Roten Meeres, wir hingegen die Wände der Alpen. Das Rauschen des Meeres wurde durch die Autos ersetzt, die auf der Landstraße an uns vorbeifuhren.
Auf unserem Weg begleiteten uns das heutige Wort, das, wenn man es annimmt, süßer als Honig wird, und das Bild des Guten Hirten, der seine Herde verlässt, um das verlorene Schaf zu suchen. Wir haben beschlossen, heute, da wir den Weg verloren haben, zu blöken und mit dem Glöckchen zu läuten.
Wir beenden den Tag in Brixen, der Heimat von St. Josef Freinademetz, einem Verbisten und Missionar in China. Unter der Fürsprache der Schutzpatrone unserer Pilgerreise sowie der lokalen Heiligen bitten wir um Berufungen zum Dienst in der Kirche.
Der Abendappell und leises Singen, während die Dunkelheit hereinbricht, beenden den dritten Tag unserer Pilgerreise.







